Donnerstag, 21. Mai 2015

UP I WENT - CLIMBING WEEKEND.

Nach dieser selbst auferlegten „Pause Woche“ komme ich mit noch mehr Motivation zurück!
Das Wochenende davor habe ich draußen unglaublich und ausgiebig genossen. Darum war es Zeit meinem Körper etwas Ruhe zu gönnen, Zeit zur Regeneration, Zeit Wunden heilen zu lassen und Zeit um das vorherige Wochenende noch einmal revue passieren zu lassen.

Obwohl die Temperaturen noch nicht einmal gefürchtete Ausmaße angenommen hatten, genoss ich es am Freitag auf 1700m Höhe bei angenehmen 13°C und Sonne zu bouldern. 


Up we go.

Boulder in the Forest.

Ich konnte mich in „Weiberein und Ausstieg“ [7A] verbeissen. Nach einem tiefen Sitzstart, einem Zug auf einen 2-Finger-Griff und den Zug zur Kante muss dann relativ weit heraus in einen Riss gegriffen werden. Was mir zuerst kaum gelingen wollte zeigte mir dann wieder wie unnötig doch das Nachdenken über die eigenen (vermeitlichen) Grenzen doch ist. Mit nur einem kleinen Trick, einem kaum merklichen Schwung der Hüfte war mein Körper auf ein Mal in der richtigen Position, so dass ich ohne Probleme zum Griff greifen konnte.


Weiberein und Ausstieg (7A)_Wolfsberg.    Foto: Berni.

Im Folgenden traversiert man dann an der Kante entlang bis zum Ausstieg, der dann nochmal nicht ganz so einfach ist – genau dabei flog ich mehrere Male. Da ich aber noch immer so begeistert war jenen Zug gemeistert zu haben, von dem ich gedacht hatte dass er mir die größten Probleme bereiten würde konnte ich kaum enttäuscht sein. Ich war lediglich hungrig auf mehr – am liebsten hätte ich bis in die Nacht hinein weiter probiert, obwohl mein Handballen angeschwollen und die Fingerspitzen schon rosa waren.


Bruised Hand...


Doch, dank meinem zweiten Packet von Tirol Climbing bin ich jetzt nicht nur mit wohltuender Creme sondern sogar gleich mit drei Bürsten versorgt.


Bürsten und Top von www.kletterladen.at   Foto: Berni.

Sonntags ging ich Klettern um die Sonne zu genießen und um endlich wieder in Übung zu kommen. Schon vor einigen Wochen bin ich mit Freunden nach Bad Eisenkappel zum „routen-kralln“ gegangen. Schön langsam testen was noch geht.


Beautiful.

So kann ich mich erst einmal nur auf's Steigen konzentrieren ohne mich von der Angst über die nächste Expresse hinaus zu steigen lähmen zu lassen.
Natürlich zahlt man nach so einer langen Zeit des ausschließlich Bouldern den dementsprechenden Preis. Die „Susi ohne Arsch“ [6a Fb] und sei sie noch so schön, machte mich schon ziemlich fertig.


Susi ohne Arsch (6a Fb) _ Bad Eisenkappel.    Foto: Chrissi.

Beim Klettern muss ich erst wieder neu lernen mich aufs Steigen zu konzentrieren und weniger von meiner Kraft Gebrauch zu machen. Genau das ist es allerdings, auf was ich mich in der kommenden Zeit so sehr freue: Technik auffrischen und Sicherheit gewinnen – Dinge die mir auch das Bouldern weiter erleichtern werden, da bin ich sicher. Aber vor allem Dinge, die ursprünglich meine Stärken waren und mit der Zeit in den Hintergrund gerieten – Zeit sie wieder aufleben zu lassen.


On the wall...     Foto: Chrissi.

Auch den darauffolgenden Montag verbrachte ich draußen – ich konnte nicht in meine Pause-Woche starten ohne „Weiberein und Ausstieg“ abgezogen zu haben. Doch auch wenn ich es zuerst nicht so sehr spürte hatte das Wochenende am Fels meine Kraftreserven ziemlich aufgebraucht. Obwohl ich einige gute Versuche machen konnte wird der Durchstieg dann aber erst beim nächsten Mal gelingen.
Für mich bot dieser Tag, oder eigentlich das komplette Wochenende, wieder ein Mal Gelegenheit meine Grenzen zu Testen und den Tag mit Freunden in der Natur zu verbringen. Es gibt nichts das ich lieber tue.


Forest.


Worüber ich auch freue ist dass trotz stetig wachsender Motivation meine Verbissenheit nachlässt, ich freue mich wieder am Bouldern bzw. am Klettern an sich, statt nur auf den Schwierigkeitsgrad einer Route zu schauen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir eine 7A oder B nicht ein fettes Grinsen ins Gesicht treibt – aber so oder so genieße ich es draußen zu sein. Der Felskontakt ist mein Ruhepol, meine Oase. Ich kann von allem anderen Abschalten und ich denke, dass es das ist was meine Liebe zu diesem Sport, zu dieser Lebensart ausmacht.


Beauty of Nature.    Foto: Chrissi.

Julia in "Schleichender Löwe" (6c)     Foto: Chrissi.


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ENGLISH

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This self-obliged week of resting has me filled up with motivation.
I spent the weekend before outdoors and enjoyed every single minute of it but it was time to give my body, fingers and muscles time to regenerate and relax. 

Last Friday, already fed up with the temperatures, I drove up to 1700m altitude to enjoy bouldering at perfect 13°C.


Up we go.
I tried „Weiberein und Ausstieg“ a gorgeous 7A where you move from a deep sit start, to a small 2-finger crimp up to the edge of the boulder. From there it is a far reach into a crack - a move that I believed was almost impossible for me, proved to be fairly easy. Just a small hip rotation, almost unnoticeable put me in the right place to easily grab the hold.


Weiberein und Ausstieg (7A)_Wolfsberg.    Foto: Berni.

Traversing and topping out the edge seemed to be more of a problem and even though I came close several times I always fell on the last move. Having mastered the one move I believed to be impossible I could hardly feel disappointed. Instead I was excited to try it over and over again until my wrist was bruised and my fingertips did barely hold skin.


Bruised Hand...

Brushing Action.


Sunday, I spent rope climbing – as you might have heard I am trying to get back into shape. I am still trying to cope with the fact that years of sole bouldering have made me more anxious about the height and have robbed me of a good amount of technical skills.


Beautiful Landscape.    Foto: Chrissi.


Still, after a few good goes in fairly easy routes, such as „Susi ohne Arsch“, a beautiful 6a that is just about 20m high, I am confident that I will regain my strength with technique. 


Susi ohne Arsch (6a Fb) _ Bad Eisenkappel.    Foto: Chrissi.

I am so looking forward to trying hard and battling my fear. Plus, I am absolutely sure that regaining technique will not only benefit my climbing but also my bouldering. Which leaves me with all the more motivation.

What this weekend also taught me (once more), is that I adore this sport not only for the fitness but also, and more importantly for the lifestyle it has become to me. A day outdoors calms me down, it relaxes me – I am free of stress and limitations and can just be and that is what motivates me so much. 


Belaying.    Foto: Chrissi.


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