Mittwoch, 9. Juli 2014

CATCHING UP.

I'm back!  Foto: Berni.

Lange Nichts geschrieben...Die letzten Wochen waren kräftezehrend und anstrengend – viel zu wenig kletter-action für meinen Geschmack.
Klettern, oder viel mehr Bouldern ist für mich nicht mehr nur Freizeitbeschäftigung, sondern es ist mein Ausgleich, es ist zu einer Art Lebenseinstellung geworden. In den ganzen Wochen des Lernens habe ich mich so sehr nach Felskontakt gesehnt. Nach dem Schlafen im Auto um morgens aufzustehen und den ganzen Tag einen Boulder nach dem nächsten zu probieren, neue Gebiete entdecken und die eigenen Grenzen bezwingen.
Ich habe versucht mich mit Körperspannungsübungen und Hallentraining über dem Wasser zu halten was bei dieser Hitze zugegebenermaßen oft mehr Qual als Vergnügen war. Dafür bin ich dann umso glücklicher, wenn ich merke dass sich diese Qual auszahlt.

Vor zwei Jahren habe ich, mehr zum Spaß als mit der Absicht irgendetwas zu gewinnen bei den Kärntner Landesmeisterschaften im Bouldern mitgemacht. Dieses Jahr wollte ich es trotz allem Stress der nebenher ging noch einmal wissen. Dass ich wenig Chance gegen jüngere, trainierte Wettkampf-Boulderinnen haben würde war mir ohnehin klar, aber ich wollte mich mit mir selbst vor zwei Jahren messen. Wissen was sich seit dem getan hat.
Ich war nicht enttäuscht sondern sogar sehr glücklich über einen vierten Platz von fünf. Ein bisschen muss ich damit prahlen, dass ich sogar einen der Boulder flashen konnte – ich war unglaublich stolz. Auch darüber, dass ich mir jeden Boulder, wie ich es mir vorgenommen hatte, vor dem Einsteigen genau angeschaut und überlegt habe. Jede Körperdrehung, jeden Fußwechsel, die Positionierung jedes einzelnen Fingers. Kletterintelligenz. Etwas dass ich auf jeden Fall mit nach draußen an den Fels nehmen möchte.

In meiner Zeit der Abwesenheit bin ich noch einer weiteren meiner Schwächen auf den Leib gerückt. Dynamos.
Hände und Füße in Position, Schwung holen mit dem Körper und dann innerhalb von wenigen Sekunden die Beine abstoßen und im höchsten Punkt der Bewegung zum nächsten Griff weiter schnappen. Wenn man es so „zerdenkt“ kann man vielleicht nachvollziehen weshalb ich so meine Probleme mit dem Springen habe. Was mich vor allem gewurmt hat war festzustellen, dass es weder an Sprungkraft noch an Koordination liegt, sondern einzig und allein am Commitment.
Es gibt Tage, an denen stimmt alles. An denen funktionieren Bewegungen und Züge, die an anderen unmöglich erscheinen. Gerade bei Sprüngen braucht es solche Tage für mich – und das will ich endlich ändern. Beschweren will ich mich natürlich trotzdem nicht, dass gestern wohl ein solcher Tag war und ich einen, für mich relativ grausigen Sprung endlich halten konnte. 

Auch wenn ich mich nach dieser Zeit in der ich so wenig am Fels war schwächer fühle – am Ende denk ich, es kommt darauf an wie man damit umgeht und dass man trotzdem weiter macht. Ich kann es nicht abwarten immer stärker zu werden und ich freue mich unglaublich auf diese Ferien. Auf Felbertauern, Chironico, Magic Wood und und und...
Ganz egal, hauptsache back on the rocks again!

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